Ich hatte am Wochenende Besuch von Jan & Dotti und wir sind ein wenig unterwegs gewesen. Wie das so ist, haben wir auch ein paar kleine Biere getrunken und dabei sind wir über die Frage gestolpert, warum Ordnungstätigkeiten so entspannend sind. Jans und mein Hobby ist es u.a. Magic-Karten zu sortieren und Decks zu bauen. Einige Leute sammeln Briefmarken. Mein Bruder sammelt Musik (die anzuhören wahrscheinlich mittlerweile über ein Jahr dauern würde). Warum scheint es in unserer Natur zu liegen, Dinge zu sammeln, zu katalogisieren und zu ordnen?
Ich denke, es sind zwei Dinge, die das begründen. Zum einen sind es Dinge, die wir gerne machen. Und daher ist unsere Aufmerksamkeit ganz fokussiert auf die jeweilige Tätigkeit. Und eine hohe Aufmerksamkeit auf eine Sache blendet natürlich alle anderen weitestgehend aus. Hier könnte man also sagen: einfache Ablenkung. Das macht aber das Fernsehen auch. Nur das Fernsehen hat keine aktive Komponente.
Die aktive Komponente ist meiner Meinung nach das Sortieren und Ordnen. Gerade wenn viel in meinem Leben los ist, räume ich auf und beschäftige mich mit „ordnenden” Tätigkeiten. Je mehr Chaos in meinem Kopf los ist, desto eher kann ich mein Gehirn wieder zur Ruhe bringen mit einer äußeren ordnenden Tätigkeit und vice versa. Der umgedrehte Fall ist vielen Menschen eher bewusst. Wenn mir langweilig ist (das Gehirn läuft im untersten Gang) muss ich äußere Reize einbringen. Da bietet sich Bungeejumping an oder einfach mal etwas neues Lernen (im Idealfall). Man setzt sich schlimmstenfalls absichtlich Stress aus, um das Gehirn anzuregen. Ich für meinen Teil ändere meist meine Umgebung. Entweder gehe ich in die Stadt in ein Café oder räume meine Butze um.
Kleine lustige Übung: Stellt einfach mal Euren Mülleimer im Büro an eine andere Stelle und schaut, was die nächsten Tage passiert…
Genau diese Dinge mache ich auch fällt mir gerade auf, wenn ich das so lese!
Benno, das hast Du von mir! Du bist doch mein Sohn, man hat Dich damals nicht verwechselt, obwohl ich das manchmal schon dachte.
Andererseits siehst Du Deinem Vater und Großvater väterlicherseits so ähnlich, dass nichts anderes möglich ist.
Ach ich liebe Dich mit all Deinen komischen Ideen…..