Heute in der Stadt ist mir der Satz „Jeder ist seines Glückes Schmied” plötzlich durch den Kopf gegangen. Wie genau ich darauf gekommen bin, weiss ich nicht mehr. Doch ich musste lange darüber nachdenken.
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. So die richtige Form. Das bedeutet sehr viel. Es ist nicht der Glückes Weber oder der Glückes Fischer. Es ist das Bild des Schmiedes. Das eigene Glück muss mit dem Feuer der Leidenschaft entfacht werden und wird mit der Härte von Wille und Disziplin geformt. Die eigenen Talente und Vorstellungen stellen das Rohmaterial dar. Dieses muss unter Schweiss zu etwas Brauchbarem und/oder Schönem geformt werden.
Es muss allerdings im Vorfeld klar sein, welche Form das (Meister)werk annehmen soll. Wir sind keine modernen Lebenskünstler, die spontan aus einem Klumpen Ton irgendetwas formen und es teuer verkaufen. Ein Klumpen Metall würde kein Schmied an den Käufer bringen. Der Schmied hat vor Beginn seiner Arbeit ein Ziel. Vielleicht möchte er einen Pflug oder einen Kerzenständer herstellen? Beides Dinge erfordern unterschiedliche Materialien und Vorgehensweisen. Es muss einen Plan und ein Ziel geben.
Das eigene Glück kann nicht erreicht werden durch reine Leidenschaft, nicht nur durch die gegebenen Talente und Vorstellungen, auch Wille und Disziplin alleine werden kein Hufeisen ergeben. Erst die Kombination aller Teile, im richtigen Maß lassen Meisterliches entstehen.
Zum Thema Geduld werde ich bei Gelegenheit noch etwas schreiben …
richtig guter text, bravo